Blog: SEO – Optimieren Sie schon?

Was Sie über Suchmaschinen-Optimierung (SEO) wissen sollten

Kunden, die sich für eine Website entscheiden, wollen damit auf Google meist auch topplatziert sein. Kein Wunder, werden nur die ganz oben gelisteten Suchergebnisse überhaupt angeklickt und haben damit die Chance, potentielle Kunden auf die eigene Website zu locken. Konkret bedeutet eine Top-Platzierung immer auch mehr Umsatz. 

SEOTop-Platzierung braucht Zeit

Deswegen rate ich Ihnen, die Hände von Agenturen zu lassen, die Ihnen versprechen Ihre Website innerhalb kürzester Zeit als Nummer eins auf Google zu positionieren. Eine derartige Top-Platzierung kann selbst dann nicht garantiert werden, wenn alle Kriterien bezüglich Suchmaschinen-Optimierung beherzigt wurden. Schließlich kann nur ein Unternehmen beim Google-Suchergebnis ganz oben ausgeworfen werden – und alle wollen genau dorthin. Ganz abgesehen davon, dass Suchmaschinen-Optimierung kein einmaliges Projekt ist und die gesetzten Maßnahmen nicht von heute auf morgen wirken.

Dennoch macht es Sinn, die eigene Website zu optimieren. Ganz gleich, ob Sie eine Agentur damit beauftragen oder sich selbst dieser Aufgabe widmen: Unterschätzen Sie nicht den zeitlichen Aufwand dafür. Deswegen kosten Websites, die nach SEO-Kriterien optimiert wurden, auch mehr als „normale“ Websites – immerhin  geht es um mehr als bloß ein ansprechendes Webdesign. Doch kleine Unternehmen sind kaum bereit diesen Mehraufwand zu zahlen. Neben knappen Budgets liegt es wohl daran, dass sie nicht wissen wie viel Aufwand hinter der SEO-Optimierung steckt.

Mein SEO-Selbstversuch

Bisher machte ich mir kaum Gedanken über das Thema Suchmaschinen-Optimierung, obwohl ich auch eine Firmen-Website habe. Deswegen habe ich vor ein paar Tagen einen Selbstversuch gestartet und versucht, meine Website fit für Google zu machen. Eines gleich mal vorweg: Meine Website ist nicht allzu groß, aber ich bin Stunden über Stunden gesessen, um all die SEO-Empfehlungen von Yoast umzusetzen und an so mancher bin ich schlichtweg gescheitert. Aber ich habe eine ganze Menge darüber gelernt und weiß den Aufwand jetzt mehr zu schätzen, den professionelle Web-Designer treiben. Wie ein SEO-Programm Sie dabei unterstützen kann, zeige ich Ihnen anhand ausgewählter Screenshots von einem bereits veröffentlichten Beitrag. Ich habe dabei die kostenlose Version von Yoast verwendet, die ich Ihnen durchaus empfehlen kann.

Hier ein paar Tipps, worauf Sie bei der Optimierung Ihrer Website achten sollten:
Keywords:
SEO Suchmaschinenoptimierung

Bevor Sie mit losstarten, die Texte für Ihre Website zu schreiben, sollten Sie herausfinden nach welchen Suchbegriffen potentielle Kunden im Internet eigentlich suchen. Nur dann können Sie Ihre Texte auch für Suchmaschinen optimieren. Wählen Sie für jede Unterseite ein neues Focus-Keyword, das für diese Seite relevant ist. Achten Sie dabei, dass dieses Keyword nach Möglichkeit einzigartig ist und Sie es nicht auf mehreren Seiten gleichzeitig verwenden. Außerdem sollte das Focus-Keyword im Seitentitel, in einer Überschrift, im ersten Absatz und auch in den ALT-Texten Ihrer Fotos vorkommen. Meiner Erfahrung nach ist die Optimierung des Textes hinsichtlich Focus-Keyword nicht nur herausfordernd, sondern wirkt sich auch auf seine Lesbarkeit aus. Wenn Sie eine neue Domain einrichten, verwenden Sie einen Domainnamen, der bereits einen Hinweis auf den Suchbegriff gibt.

Text:

SEO Suchmaschinenoptimierung

Google nimmt den Text Ihrer Website genau unter die Lupe und bewertet diesen nach verschiedenen Kriterien: z.B. wie lang Seitentitel, Meta-Beschreibungen, einzelne Sätze und natürlich der Text pro Seite sind. Entgegen des Sprichwortes „In der Kürze liegt die Würze“ punkten Sie bei Google mit mindestens 600 Wörtern pro Seite. Deswegen ist es ratsam, Seiten mit FAQs, einem Glossar, Aktuellem oder einem eigenen Blog einzurichten. Bei Seitentitel und Meta-Beschreibungen nutzen Sie die verfügbare Zeichenanzahl aus, um Ihre Botschaften zu platzieren. Sätze sollten in der Regel nicht länger als 20 Worte sein und einfach formuliert werden. Verzichten Sie auf allzu viele Fachausdrücke – diese wirken sich ebenfalls negativ auf das Suchergebnis aus.

Architektur:

Die Website sollte übersichtlich gestaltet sein. Das erfordert eine klare Struktur bei Menüführung und Text. Schreiben Sie Ihren Text nicht in einer Wurst, sondern versehen Sie ihn mit Überschriften zur besseren Lesbarkeit. Nutzen Sie die Formatvorlagen (h1, h2, h3, usw.) und ordnen Sie die Überschriften der entsprechenden Ebene zu. Damit schaffen Sie Hierarchie als auch Struktur.

Fotos / Multimedia:

Verwenden Sie für Ihre Website möglichst viele Bilder, Videos, Slideshows oder andere Medien – Google liebt alles, was mit Multimedia zu tun hat. Bei Fotos gilt: Optimieren Sie Ihre Fotos, bevor Sie diese auf Ihre Website raufladen. Ideal scheint eine Größe von maximal 100 KB zu sein, dann sind auch die Ladezeiten gering. Außerdem sollten Sie die Fotos immer auch mit einem Alternativtext – dem sogenannten ALT-Text – versehen. Für die Google-Suche ist hilfreich, wenn dieser ALT-Text ein relevantes Focus-Keyword enthält.

Meta-Beschreibungen:

SEO Suchmaschinenoptimierung

Darunter versteht man jenen Text, der bei einem Suchergebnis unterhalb des Links angezeigt wird. Formulieren Sie für jede Unterseite eine individuelle Meta-Beschreibung, die Interesse weckt und zum Anklicken motiviert. Wenn Sie auf Meta-Beschreibungen verzichten, formuliert Google automatisch eine aus dem vorhandenen Text der jeweiligen Seite. Kontraproduktiv sind jedenfalls Meta-Beschreibungen ohne jeglichen Bezug. Versuchen Sie relevante Focus-Keywords auch in Ihrer Meta-Beschreibung zu verwenden.

Links:

Bauen Sie in Ihre Website möglichst viele Links ein: Interne Links, die zu anderen Bereichen Ihrer Website weiterleiten, und externe Links zu fremden Websites. Gleichzeitig sollten andere Websites auch auf Ihre Website verweisen (sogenannte Backlinks), wie z.B. Verlinkungen mit Partnern. Hände weg aber von Link-Spamming und Link-Farmen: Sollte sich Ihre Website – aus welchen Gründen auch immer – auf so einer Plattform befinden, wird Ihre Website automatisch schlechter gelistet.

Sitemap:

Eine Sitemap ist das Inhaltsverzeichnis Ihrer Website und zieht die Aufmerksamkeit von sogenannten Web-Crawlern (auch Searchbot oder Robot genannt) auf sich. Diese Computerprogramme durchsuchen automatisch das Internet und analysieren Websites. Suchmaschinen wie Google setzen Webcrawler vor allem dazu ein, um Websiten zu indexieren. Fügen Sie also eine Sitemap in Ihre Website ein und erhöhen damit die Übersichtlichkeit. Viele SEO-Programme bzw. Apps machen das bereits automatisch.

Sie haben bis hierher durchgehalten?

Gratuliere, Sie meinen es wirklich ernst mit der Optimierung Ihrer Website. Deswegen verrate ich Ihnen noch, was Google besonders gerne mag und mit einem besseren Ranking beim Suchergebnis belohnt:

  •  Je mehr Google-Produkte Sie nutzen, desto besser das Ranking. Zumindest lautet die Empfehlung von Google so. Auch auf die Gefahr hin, dass dieser Ratschlag von Google in erster Linie dazu dient, noch mehr Informationen über Sie zu gewinnen: Programme wie Google Analytics oder die Google Search Console helfen Ihnen herauszufinden, was sich auf Ihrer Website tatsächlich tut. Schließlich wollen Sie doch auch wissen, was die Besucher auf Ihrer Website konkret interessiert oder wie lange sie darauf verweilen, oder? Mit Google Analytics können Sie zudem auch den Erfolg Ihrer Werbekampagnen messen.
  • Viele Online-Marketer vermuten, dass Google Websites bevorzugt, die mit einem bestimmten Content Management System (CMS) wie z.B. WordPress erstellt wurden. Ob das tatsächlich so ist, bleibt fraglich. Ich für meinen Teil arbeite gerne mit WordPress und empfehle es auch meinen Kunden, weil es in der Handhabung relativ einfach ist und mit unzähligen Plugins laufend erweitert werden kann.
  • Google bevorzugt klassische Websites mit mehreren Unterseiten. Ein sogenannter One-Pager, wo der gesamte Text auf nur einer einzigen Seite steht, erzielt bei der Google-Suche definitiv ein schlechteres Ranking. Die Gründe dafür liegen wohl in den längeren Ladezeiten und der mangelnden Bereitschaft von Internet-Usern auf Websiten hinunter zu scrollen. Hier erfahren Sie mehr über die Probleme von One-Pager-Websites.
Meine Quintessenz:

Eine Investition in SEO lohnt sich garantiert. Wie gesagt, bedeutet eine Top-Platzierung im Suchergebnis in der Regel auch mehr Umsatz. Vergessen Sie aber nicht, dass die Suchmaschinen-Optimierung Ihrer Website ein fortlaufender Prozess ist und einige Monate dauert, bis die gesetzten Maßnahmen anfangen zu wirken.

Wenn Sie eine neue Website gestalten bzw. Ihre bestehende optimieren wollen, wenden Sie sich einen erfahrenen Web-Designer, der die Bedeutung von SEO kennt und beim Design der Website berücksichtigt. Gutes Web-Design endet nicht bei der schicken Optik Ihrer Website, sondern reicht von Architektur hin bis zu Text und Fotos. Berücksichtigen Sie all das, stehen die Chancen ganz gut, auch gefunden zu werden.

In diesem Sinne viel Spaß beim Experimentieren!

Ihre Maria Kral-Glanzer

P.S. Wollen Sie herausfinden, ob Ihre Website fit für Google ist? Dann machen Sie doch den SEO-Website-Check. Mehr Infos auf https://www.gocreate.at/seo-wien-suchmaschinenoptimierung